Neues Patientenrechtegesetz ist deutlich besser

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Ratgeber620

Welcher Regeln gelten bei der Beratung?

Nach dem neuen Gesetz hat der Patient das Recht, vom Mediziner aufgeklärt zu werden, der ihn operiert. Die Klinik darf nicht einfach ein Info-Blatt aushändigen.

Die Informationspflicht beinhaltet Diagnose, alle Untersuchungen, Behandlung mit möglichen Alternativen und verwendete Medikamente. Heilungs-Chancen und Risiken muss der Arzt erläutern, Kosten von Zusatz-Leistungen offenlegen.


Ist immer die Klinik vor Ort zuständig?

Nein. Patienten haben freie Wahl bei Ärzten und Krankenhäuser. Gesetzlich Versicherte erkundigen sich nach der kassenärztlichen Zulassung des Hauses. Fehlt die, muss man die Behandlung oft selbst bezahlen.
Vorsicht! Wer Klinik und Arzt während einer Behandlung wechselt, sollte die Kostenübernahme abklären.
Extra-Tipp: Auf eine Zweitmeinung hat man allerdings jederzeit das Recht.


Worauf ist vor einem Eingriff zu achten?

Verlangen Sie Einsicht in den Qualitätsbericht des Krankenhauses, in dem unter anderem steht, wie häufig bestimmte Operationen durchführt werden. Lassen Sie sich eine Kopie der Formulare geben, die Sie unterschreiben. Das betrifft die Einwilligung zur OP und dazu, welche Personen der Arzt über Ihre Behandlung informieren darf. Allen anderen gegenüber bleibt er nämlich an seine Schweigepflicht gebunden.


Was ist, wenn man die Behandlung abbricht?

Der Patient darf grundsätzlich auf eigenen Wunsch eine Therapie beenden. Dabei unterschreibt man etwa, dass man auf eigenes Risiko eine Klinik verlässt. Fragen Sie bei Ihrer Kasse, wie sich das auf Anschluss-Behandlungen (Reha) auswirkt.


Wie schnell muss die Kasse über einen Antrag entscheiden?

Wer Leistungen (z.B. eine Kur) beantragt, kann nach spätestens drei Wochen Antwort verlangen. Hört man von der Kasse nichts, gilt der Antrag als genehmigt.

Ausnahmen: Wurde der Medizinische Dienst eingeschaltet, etwa nach einem Widerspruch, bleiben dem Gremium fünf Wochen Zeit. Wegen zahnärztlicher Behandlung beträgt die Frist sogar sechs Wochen.


Darf man Einsicht in die Patienten-Akte nehmen?

Ja, das ist nach dem neuen Gesetz jederzeit möglich. Die Unterlagen sind wichtigster Beweis bei Ärzte-Pfusch. Aber: Leichte Fehler muss der Patient beweisen. Bei groben Behandlungsfehlern dagegen hat der Arzt die Pflicht, nachzuweisen, dass seine Therapie auch ohne den Fehler nicht erfolgreich gewesen wäre. Sonst erhält der Patient Schadenersatz.
Die Krankenkasse ist verpflichtet, Gutachten zu erstellen und den Patienten zu unterstützen. Sie beteiligt sich jedoch nicht an Anwalts- und Gerichtskosten.

 


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