So holen Sie sich bei Reisemängeln Ihr Geld zurück

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Ratgeber620

Wann liegt überhaupt ein Reisemangel vor?

Weichen Unterkunft, Verpflegung, Umgebung oder das Programm vom gebuchten Urlaub ab, sind das Mängel. Als Kunde hat man ein Recht darauf, die bezahlten Leistungen zu erhalten. Man beruft sich auf den Reisevertrag oder den Katalog.
Tipp: Eine Kopie dieser Unterlagen mitnehmen, um alles vor Ort zu vergleichen.


Wie lässt sich ein Mangel beweisen?

Mit Fotos und den Zeugenaussagen anderer Urlauber. Von denen erfragt man Namen und ihre Anschrift.
Achtung! Ohne solche Beweise ist es fast unmöglich, Geld zurückzufordern.


Wie reklamiert man richtig?

Bei einer Pauschalreise wendet man sich an den Reiseleiter vor Ort. Man setzt eine Frist, um den Missstand zu beseitigen und lässt sich das schriftlich bestätigen.
Wichtig! Preisnachlass kann man später nur fordern, wenn vor Ort reklamiert wurde. Grund: Der Anbieter muss die Möglichkeit haben, Abhilfe zu schaffen.


An wen richtet man die Beschwerde?

Grundsätzlich ist der Veranstalter, nicht das Reisebüro, der Ansprechpartner. Man führt die Mängel auf, schickt die Reklamation per Einschreiben/Rückschein.


Welche Fristen gelten dabei?

Innerhalb von vier Wochen nach der Rückkehr muss man seine Ansprüche schriftlich geltend machen.


Um wie viel darf man den Preis mindern?

Hier kommt es auf den jeweiligen Fall an. Eine Richtlinie gibt zumindest die "Frankfurter Tabelle" vor. Die wurde vom Landgericht Frankfurt erstellt. Man kann sie im Internet gratis herunterladen: Dort auf die Seite www.reisemangel.de gehen, links das entsprechende Stichwort anklicken.


Was muss man sich gefallen lassen?

Mit landestypischen Gegebenheiten, etwa Mücken in tropischen Gebieten, muss man sich abfinden. Das gilt auch für kleinere Verspätungen beim Transfer vom Flughafen zum Hotel. Denn die gelten als üblich im Massentourismus.


Gibt es eine Schiedsstelle?

Ja, sofern der Pauschalurlaub online gebucht worden ist. Die Reiseschiedsstelle erreicht man im Internet auf www.reiseschiedsstelle.de (Formular ausfüllen) oder unter Tel.: 0900/5734737 (1,45€/Min. aus dem deutschen Festnetz; abweichende Tarife aus den Mobilfunknetzen).


TIPP: Was ist bei einem Unfall im Ausland als erstes zu tun?

Warnblinker einschalten, Unfallstelle mit Warndreieck sichern. Wenn möglich, an den Seitenstreifen fahren. Achtung! Häufig ist die Warnweste Pflicht. EU-weit gilt die 112 als gebührenfreie Notrufnummer (Festnetz und Mobilfunk). Viele Leitstellen sind mehrsprachig besetzt. Man schildert den Vorfall. Verletzte versorgen, so gut man kann.

Die Polizei wird bei Personenschäden, hohem Sachschaden und wenn sich die Beteiligten nicht einigen, hinzugezogen. Die Polizei holt man auch, falls der Gegner flüchtet, keine Versicherung hat. Zeugen und Fotos sind nicht zwingend Pflicht, sie helfen aber. Zur Not Aufnahmen per Handy machen. Namen, Adressen und Versicherungsnummern von Beteiligten und Zeugen notieren.

Jeder Verletzung sollte vom Arzt untersucht werden, denn Laien können kaum beurteilen, ob sich etwa hinter einem Bluterguss ein Knochenbruch verbirgt. Ein Attest hilft später, Schmerzensgeld zu bekommen.

Meist muss man die Ausgaben vorstrecken. Später erhält man den Betrag von der Versicherung zurück.
Unser Rat: Schließen Sie vorab einen Auslandsschutzbrief (bei Automobilclubs, Versicherungen, ab 10 €/Jahr) ab. Damit hebt man z.B. über eine Partnerbank Geld ab, bezahlt Reparaturen, ein Ersatzauto oder den Rückflug.

Zunächst sollte man der ausländischen Versicherung das Kennzeichen der Beteiligten melden. Dann den Zentralruf der Autoversicherer (0049/40/300330300, jeweiliger Landestarif) anrufen, im Inland gratis unter 0800/2502600. Mit dem Smartphone geht man auf mobile.zentralruf.de. Der sendet Daten der ausländischen Versicherung zu. Wenn Sie wieder zu Hause sind, machen Sie Kopien vom Schadensbericht, von den Quittungen und Fotos. Die Originale senden Sie an die ausländische Versicherung. Die muss nach EU-Recht Vertreter in Deutschland haben, deren Adresse man beim Zentralruf der Autoversicherer erfragt. Entschädigt wird nach dem Landesrecht, in dem der Unfall passierte!

 


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