Steuererklärung 2013: Das müssen Rentner beim Finanzamt angeben

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Rentnermitgeld620

Viele Rentner fragen sich immer noch, was sie bei der Steuererklärung überhaupt angeben müssen. Grundsätzlich sind Alleinstehende, die mehr als 8130 Euro im Jahr einnehmen und Ehepaare (16260 Euro) zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Hält man sich nicht daran, drohen Mahngebühren.

Wer als Rentner Einkünfte aus Vermietung, nichtselbständiger oder gewerblicher Tätigkeit hat, muss ebenfalls eine Steuererklärung einreichen, unabhängig von der Einkunftshöhe. Aufwandsentschädigungen für ein Ehrenamt in einer gemeinnützigen Einrichtung sind bis zu 2.400 Euro steuerfrei.


Formulare aus Papier

Beim Finanzamt liegen meist die Vordrucke aus. Man kann sich das Formular auch zusenden lassen oder aus dem Internet herunterladen und ausdrucken. Eine Online-Erklärung ist auch möglich (ELSTER), aber eher kompliziert.


Hilfe vom Finanzamt

Auf Nachfrage informieren die Beamten darüber, was man in welche Rubrik eintragen muss. Sie kontrollieren, ob Belege fehlen. Die reicht man nach. Tipps, wie man Steuern spart, brauchen sie nicht zu geben.


Fristen beachten

Am 31. Mai 2014 endet die Frist für die Erklärung zum Kalenderjahr 2013. Man kann jedoch eine Fristverlängerung beantragen.


Sparbücher und Sparkonten

Sie müssen nicht angegeben werden, wenn die Einnahmen aus Zinsen unter dem Sparerfreibetrag (801 Euro pro Person) liegen. Dann genügt ein Freistellungsauftrag bei der jeweiligen Bank.

Wichtig: Rentner, die aus Kapitalanlagen über 801 Euro erzielen, mit allen Einkünften aber unter dem Grundfreibetrag (8354 Euro) bleiben, sollten beim Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung beantragen. Damit braucht man die Einnahmen nicht anzugeben.


Pauschbeträge für Rentner

Die zu versteuernden Einnahmen kürzt der Fiskus um die Pauschale für Werbungskosten (Rentner: 102 Euro, Erwerbstätige: 1000 Euro).

Achtung: Liegen die Werbungskosten darüber, fügt man Quittungen bei. Darunter fallen u.a. Ausgaben für Versicherungs- und Steuerberater, Kreditzinsen oder Kontoführungsgebühren).


Medikamente als Sonderausgaben

Man kann Belege über Ausgaben einreichen, die von der Kasse nicht erstattet wurden (Zuzahlung für Kur, Arztbehandlung, Hilfsmittel und Medikamente). Als außergewöhnliche Belastung zählt etwa die Behinderten-Pauschale. Sie richtet sich nach dem Grad der Beeinträchtigung (z.B. 310 Euro bei GdB 25-30, bis 3700 Euro für Blinde). Und den Pflege-Pauschbetrag (924 Euro) erhält, wer bei der Versorgung seiner Angehörigen mithilft.


advofinder Tipp

Da das Steuerrecht auch für Rentner sehr kompliziert ist, sollte im Zweifel ein Steuerberater zu Rate gezogen werden.

 


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