Änderungen beim Online-Einkauf durch neue Verbraucherrechtrichtlinie

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RechtNews

Am 13. Juni 2014 tritt die Verbraucherrechtrichtlinie 2011/83/EU in Kraft. Die einschneidendste Änderung liegt beim  Widerrufsrecht. Zukünftig muss der Käufer beim Widerruf immer die Kosten des Rückversands bezahlen; bislang trug der Anbieter die Rückversandkosten, wenn der Bestellwert über 40 Euro lag.

Maßgeblich war für den europäischen Gesetzgeber, die Versandkosten beim Widerruf möglichst ausgewogen auf beide Parteien zu verteilen. Zukünftig trägt der Verbraucher damit zwar die Kosten für die Rücksendung, doch sollte man nicht vergessen, dass der Anbieter im Falle eines Widerrufs weiterhin die Hinsendekosten übernimmt und sich die Kosten für den Verbraucher folglich auf die Retoure beschränken. Die bisherige „40-Euro-Regel“ war zu kompliziert und bot keine echte Rechtssicherheit für Verbraucher und Anbieter.

Weitere Änderungen bringen dem Verbraucher Vorteile. Zum Beispiel die „Button-Lösung“, die bereits am 01.08.2012 eingeführt wurde. Mit dieser Lösung kommt ein Kaufvertrag im Internet nur dann zustande, wenn der Verbraucher den Vertragsabschluss explizit durch das Klicken eines Buttons bestätigt, dass er über alle entstehenden Kosten informiert wurde.

Ein weiterer Vorteil der Verbraucherrechterichtlinie ist, dass sich Verbraucher keine Gedanken mehr darüber machen müssen, in welchem Land sie online einkaufen. Denn ab Sommer 2014 gelten in allen EU-Mitgliedsstaaten beim Online-Shopping die gleichen Regeln, insbesondere das Widerrufsrecht von 14 Tagen. Bisher variierte dies zwischen 7 und 15 Tagen.

Das 14tägige Widerrufsrecht ist ein großes Plus gegenüber dem Einkauf im Ladengeschäft. Was den Verbraucher allerdings nicht davon abhalten sollte, sich etwas mehr Gedanken darüber zu machen, was er im Internet überhaupt bestellt.

QUELLE: Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V.

 


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