Verbraucherzentrale verschickt Abmahnungen an Geldinstitute wegen Prepaid-Kreditkarten

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Die Verbraucherzentrale NRW hat drei Banken und Sparkassen erfolgreich abgemahnt, bei denen Kunden mit Prepaid-Kreditkarten laut den Nutzungsbedingungen Schulden machen können. Bei der Hamburger Sparkasse soll die Frage der Zulässigkeit der Überziehung nun gerichtlich geprüft werden.

Prepaid-Kreditkarten sind vor allem bei Eltern beliebt, etwa wenn Kinder und Jugendliche längere Zeit ins Ausland gehen. Laut Werbung ermöglichen die mit Guthaben aufgefüllten Plastik-Rechtecke nicht nur finanzielle Bewegungsfreiheit, sondern bieten obendrein Kostenkontrolle. Denn ein Abrutschen ins Minus soll unterbunden sein. Wer das glaubt, liegt oftmals falsch.

Das zeigte ein Check der Verbraucherzentrale NRW bei mehreren Kartenanbietern. Viele Vertragsbedingungen von Prepaid-Kreditkarten gestatten durchaus das Schuldenmachen. Das böse Erwachen der Kartennutzer sowie von Eltern, die ihre Kinder in Sicherheit wähnen, ist vorprogrammiert.

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW sind Klauseln unwirksam, die eine Möglichkeit der Überziehung bei einer Prepaid-Kreditkarte vorsehen. Die Folge: Ansprüche gegen die Karteninhaber aus der Überziehung, wie beispielsweise Zinsen oder andere Entgelte, bestehen nicht. Darüber hinaus bedarf die Darlehensgewährung an Minderjährige stets einer gerichtlichen Genehmigung.

Sowohl die Commerzbank als auch die PSD Rhein Ruhr eG gaben die geforderte Unterlassungserklärung ab. Da die PSD das von der Finanzgruppe vorgesehene Regelwerk nutzte, ist die Abmahnung für alle Genossenschaftsbanken in Deutschland von Bedeutung, die eine Prepaid-Karte herausgeben. Diese wollen künftig ganz auf die Nutzung des Begriffs „prepaid“ verzichten.

QUELLE: Verbraucherzentrale NRW

 


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