Unfall bei organisiertem Ski-Event ist kein Arbeitsunfall

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Ticker - Recht aktuell

Kommt es bei einem für Geschäftskunden organisierten Ski-Event zu einem Unfall, so handelt es sich um keinen Arbeitsunfall. Die sportliche Betätigung ist als Freizeitbeschäftigung anzusehen, da sie keine betrieblichen Ziele verfolgt. Das Bayerisches Landessozialgericht hat die Klage eines Versicherten deshalb abgewiesen.

Der verhandelte Fall: Ein Geschäftsführer hatte sich bei einem Ski-Event - das unter anderem dafür gedacht war Geschäftskontakte knüpfen zu können - einen Kreuzbandriss zugezogen. Nachdem er einen Arbeitsunfall bei seiner Krankenversicherung geltend machen wollte, lehnte die eine Kostenübernahme jedoch ab. Der Versicherte habe sich die Verletzung beim Skifahren zugezogen. Die Aktivität sei deswegen als reine Freizeitbeschäftigung anzusehen, weswegen ein Arbeitsunfall ausscheide.

Damit wollte sich der Geschäftsmann nicht abspeisen lassen und klagte vor Gericht. Die Richter haben die Klage aber abgewiesen und der Versicherung Recht gegeben. Der Versicherungsschutz bei Arbeitsunfällen für Unternehmer greif erst dann, wenn vollständig nachgewiesen werden kann, dass die zum Unfallzeitpunkt ausgeführte Handlung eigenwirtschaftlichen Interessen dient. Der Kläger konnte das Gericht nicht davon überzeugen, dass er größtenteils aus geschäftlicher Motivation am Ski-Event teilgenommen habe.

LSG Bayern, Urteil vom 31.10.2013, Aktenzeichen L 17 U 484/10 - Urteil nachlesen

QUELLE: Deutsche Anwaltshotline

 


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