Krankenkasse muss bei einer Körpergröße von 1,47 m keine Beinverlängerung bezahlen

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Ticker - Recht aktuell

Eine Körpergröße von 1,47 m rechtfertigt keine Kostenübernahme der Krankenkasse für eine operative Beinverlängerung. Auch dann nicht, wenn psychische Probleme aufgrund des Zustandes drohen. Das entschied  das Landessozialgericht Baden-Württemberg.

Der verhandelte Fall: Eine 1,47 m große Studentin wollte eine Beinverlängerung von ihrer Krankenkasse bezahlt bekommen. Die 23-Jährige beklagte, sie habe Probleme im Alltag und sei dem Spott ihrer Mitmenschen ausgesetzt. Ihre Körpergröße wirke sich negativ auf ihre Psyche aus und sie fühlt sich entstellt. Es falle ihr daher schwer, soziale Kontakte einzugehen oder gar eine Beziehung zu führen. Doch die Krankenkasse lehnte eine Kostenübernahme ab. Die Studentin sei körperlich gesund, und psychische Probleme seien kein Grund für eine operative Beinverlängerung. Das wollte die Studentin so nicht hinnehmen und ging vor Gericht.

Das Landessozialgericht Baden-Württemberg verweigerte der Frau die Kostenerstattung der Krankenkasse und bestätigte damit auch die Entscheidung der Vorinstanz.

Denn es handle sich hierbei lediglich um einen kosmetischen Eingriff – und nicht um einen medizinisch notwendigen. Es sei hier noch nicht von einer Krankheit oder gar Behinderung auszugehen. Dies wäre erst bei einer Größe unter 1,41 m der Fall. Auch sei die Frau nicht wegen ihrer Größe entstellt. Sie ist lediglich kleiner als die meisten ihrer Mitmenschen, habe aber sonst keine optischen Auffälligkeiten. Auch dass die Operation mögliche psychische Probleme beseitigt , bezweifelt das Gericht.

LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 17.11.2015, Aktenzeichen L 11 KR 5308/14

QUELLE: Deutsche Anwaltshotline

 


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