Autofahrer muss Abrutschen von Kupplung einkalkulieren und Sicherheitsabstand enstsprechend wählen

Autofahrer muss Abrutschen von Kupplung einkalkulieren und Sicherheitsabstand enstsprechend wählen - 5.0 out of 5 based on 1 vote
Drucken und PDF
1 1 1 1 1 Bewertung 5.00 (1 Stimme)
Verkehrsrecht

Ein Autofahrer, dessen Wagen ruckartig nach vorne versetzt wird, weil man von der Kupplung abgerutscht ist, muss Geschädigten bei nachgewiesener Verletzung Schmerzensgeld zahlen. Das hat das Amtsgericht Gummersbach entschieden.

Der verhandelte Fall: Eine Autofahrer kam kurz hinter einem vorausfahrenden Fahrzeug zum Stehen und rutsche dann aber von der Kupplung ab. Der Wagen setzte sich dadurch abrupt in Bewegung und kollidierte mit dem Auto davor. Die Geschädigte ging noch am selben Tag ins Krankenhaus, wo ein Bruch des rechten Schlüsselbeins und eine Dehnung des Schultergelenks diagnostiziert wurde. Daher verlangte sie Schmerzensgeld vom Verursacher und zog vor Gericht. Die Versicherung des Fahrers des Unfallwagens war dagegen der Meinung, dass der Aufprall die Fraktur und Dehnung nicht verursacht haben könne. Um jemandem Verletzungen dieser Art zuzufügen, sei ein heftigerer Aufprall nötig.

Das Amtsgericht Gummersbach gab der Klage statt, da der vorgeschriebene Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht eingehalten wurde. Jeder Autofahrer muss sicherstellen, dass er sein Fahrzeug rechtzeitig anhalten kann, ohne den Vorausfahrenden zu gefährden. Die eingereichten Arztberichte und Röntgenbilder seien Beweis genug, dass die Verletzungen durch den völlig unerwarteten Unfall verursacht worden sind. Daher hat das Gericht der Geschädigten ein Schmerzensgeld in Höhe von 1.000 Euro zugesprochen.

Amtsgericht Gummersbach, Urteil vom 10.01.2014, Aktenzeichen 12 C 78/13 - Urteil nachlesen

QUELLE: Deutsche Anwaltshotline

 


Kostenlos für Sie: Der advofinder Newsletter




Jetzt abonnieren und immer auf dem Laufenden bleiben.



Ich bin:

Ungültige Eingabe


Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein



advofinder.de bei: